Rahmenprogramm & Öffnungszeiten
12.– 26.09.2026
Di 16–18 Uhr* · Mi–Do 16–19 Uhr ·
Fr 16–21 Uhr ·
Sa 14–22 Uhr · So 14–20 Uhr ·
Mo geschlossen
*Ausstellung schließt Dienstags an Workshop- und Kursterminen bereits ab 17:30 Uhr
Hier findest du außerdem eine detaillierte Übersicht zu unserem Rahmenprogramm.
Bei Kursen oder Workshops muss bitte vorab eine Anmeldung bei der jeweiligen Referentin stattfinden.
Rahmenprogramm
Samstag · 12.09.2026
18:00–22:00 Vernissage
Es gibt Räume, die fehlen. Am 12. September wird einer eröffnet.
Mit der Vernissage beginnt der zweiwöchige Ausstellungs- und Begegnungsraum »Zwischenräume« – Kunst und Diskurs über FLINTA*-Gesundheit in der Halle des Kunst- und Gewerbehofs HP7.
Im Hof gibt es Mocktails und der Abend wird musikalisch von kyotee begleitet.
Referent*in
18:00–22:00 Aufgelegt: kyotee
Schwere Themen brauchen auch mal leichte Momente. kyotee wird die Vernissage mit Vinyl begleiten — Zeit zum Durchatmen, Zeit zum Tanzen.
Referent*in
kyotee
DJ
Die Vielseitigkeit des Lebens mit dem passenden Soundtrack begleiten -in diesem Sinne öffnet kyotee neugierig Türen zu verschiedensten Musik-Genres.
Geborgene Schätze, manifestiert er in seinem Lieblingsmedium, der Vinylschallplatte, und bietet seine Auswahl mit Hingabe zur genüsslichen Hörverkostung dar.
Für Zwischenräume ist der Plattenkoffer mit entspannten, alternativen Klängen, und für später mit einem lockeren bis schwungvollen Techno-House Set bestückt.
Gelegentlich versteckte Eastereggs wird kyotee sich nicht verkneifen 😉
19:00–20:00 Podiumsdiskussion
Nach der Eröffnung und einer Laudatio diskutieren Dr. med. Victoria Möckel, Katharina Krefft (Bündnis 90/Die Grünen), Lexi (fem*vak) und die Impulsgeberin von »Zwischenräume« Nietze auf dem Podium – moderiert von Luisa Zahn. Es geht über strukturelle Ungleichheit in Medizin, Politik, Kunst und Clubkultur.
Referent*in
Katharina Krefft
Fachärztin für Neurologie/ Stadträtin (Bündnis 90/Die Grünen)
Katharina Krefft (Bündnis 90/Die Grünen) beschäftigt sich mit Frauengesundheit seit ihrer politischen Jugendarbeit vor über 30 Jahren – Themen, für die es damals trotz intensivem Engagement kaum öffentliches Gehör gab und die erst in den letzten Jahren eine breitere Öffentlichkeit erreichen. Als Leipziger Stadträtin hat sie den Beitritt der Stadt zum Gesunde-Städte-Netzwerk initiiert und damit bundes- und weltweite Vernetzung für öffentliche Gesundheit. Ihr Anliegen ist Gesundheitsvorsorge, die nicht nur individuell, sondern gesellschaftlich gedacht wird. Im Gleichstellungsbeirat setzt sie sich für die Sichtbarkeit von Frauen, die Anerkennung von FLINTA*-Themen und vor allem den Schutz von FLINTA* ein: durch die Finanzierung von Gewaltschutzeinrichtungen, Kampagnenarbeit und Vernetzung. Mitinitiatorin des Leipziger Frauen*FLINTA-Festivals, das feministische Themen mitten auf den Markt – und damit mitten in die Stadtgesellschaft – trägt.
Copyright Foto: Martin Jehnigen
Lexi von fem*vak
Lexi ist seit zwei Jahren bei fem*vak aktiv und arbeitet in der Club- und Eventbranche.Durch eigene, teils belastende Erfahrungen mit verschiedenen Arbeitgeber*innen in der Szene weiß sie, wie wenig oft darüber gesprochen wird, was hinter den Kulissen wirklich passiert. Mit ihrer Arbeit schafft sie Transparenz – vor allem für Menschen, die neu in die Branche kommen und oft erst spät merken, wie stark die Arbeit körperliche und vor allem psychische Gesundheit belasten kann. Sie macht sichtbar, dass Clubkultur nicht nur Spaß ist, sondern wie jede andere Branche von Machtstrukturen geprägt ist, die kritisch hinterfragt werden müssen. Ihr Ziel: Räume, die halten, was sie versprechen – echte Orte der Selbstverwirklichung für FLINTA*-Personen, ohne verschwiegene Belastung.
Im Podium spricht sie stellvertretend für fem*vak und bringt die aktivistische Perspektive auf Machtstrukturen und Gesundheit in der Clubkultur ein.
Nietze
Impulsgeberin von Zwischenräume & teilnehmende Künstlerin
Nietze ist die Impulsgeberin von »Zwischenräume« — interdisziplinär arbeitende Künstlerin, Autodidaktin mit Fokus auf Dokumentarfotografie, geboren in Berlin. Mit ihrem Langzeitprojekt »Hidden Heroes« macht sie sichtbar, was ihr selbst lange fehlte: ein öffentliches Bild von Endometriose und Adenomyose, das nicht beschämt, sondern ernst nimmt. Ursprünglich wollte sie über die beiden Erkrankungen aufklären — bis ihr bei der Arbeit klar wurde: Das eigentliche Problem ist nicht Endometriose oder Adenomyose selbst, sondern wie wenig FLINTA*-Gesundheit insgesamt erforscht, ernst genommen und versorgt wird. Aus dieser Erkenntnis ist der Impuls für »Zwischenräume« entstanden.
Im Podium bringt sie die künstlerische Perspektive ein — die Frage, was Kunst und ein Ausstellungsraum leisten können, wo Arztgespräch und politische Debatte nicht ausreichen.
Copyright Foto: Cindy Dötschel-Langbein
Victoria Möckel
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit dem Schwerpunkt Dysplasiesprechstunde
Dr. med. Victoria Möckel ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit dem Schwerpunkt Dysplasiesprechstunde. In ihrer klinischen Tätigkeit in Leipzig begleitet sie Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen – von der Pubertät über Schwangerschaft und Familienplanung bis hin zu den hormonellen Veränderungen der Menopause und der Altersmedizin.. Dabei verbindet sie evidenzbasierte Medizin mit einer individuellen, respektvollen und verständlichen Beratung.
Neben ihrer gynäkologischen Tätigkeit absolviert sie aktuell die Weiterbildung zur Ärztlichen Psychotherapeutin. Die Verbindung von körperlicher und psychischer Gesundheit prägt ihren medizinischen Blick ebenso wie ihr Interesse an einer geschlechter-, trauma- und diskriminierungssensiblen Gesundheitsversorgung. Der Austausch mit Menschen unterschiedlicher Identitäten und Lebensrealitäten hat ihr Verständnis für die Bedeutung einer inklusiven Medizin nachhaltig geprägt. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie medizinische Versorgung fachlich fundiert, empathisch und diskriminierungssensibel gestaltet werden kann.
Auf dem Podium bringt sie die Perspektive einer klinisch tätigen Gynäkologin ein und diskutiert, wie eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung für FLINTA*-Personen gelingen kann.
Moderation
Luisa Zahn
Sonntag · 13.09.2026
18:30–19:30 Visueller Vortrag mit Lesung zum Projekt »Hidden Heroes« – die chronischen Erkrankungen Endometriose & Adenomyose im Fokus
Manche Menschen tragen seit Jahren etwas mit sich, das man ihnen nicht ansieht. Nietze erzählt in ihrem visuellen Vortrag mit Lesung von Menschen mit Endometriose und Adenomyose – chronisch-systemischen Erkrankungen, die den ganzen Körper betreffen, oft Jahre unerkannt bleiben und das Selbst, Beziehungen, Familien und Arbeitsplätze verändern. Sie zeigt Fotografien und liest Texte – eigene und die von Menschen, die sie porträtiert hat: mehrere Stimmen, ein gemeinsames Erleben. Seit 2022 begleitet sie Betroffene und Mediziner*innen aus konventioneller wie komplementärer Medizin und macht sichtbar, was im Verborgenen bleibt, weil kaum darüber gesprochen wird. Der Vortrag war bereits u. a. an der TU Berlin, beim Period Of Change und bei Frauenkultur Leipzig zu Gast – ein Zeichen dafür, dass dieses Thema längst über den Kreis der Betroffenen hinausreicht: Wenn Kolleg*innen ausfallen oder Partner*innen an ihre Grenzen kommen, geht es alle an.
»Hidden Heroes« ist ein Kunstprojekt und eine Einladung zum Hinsehen, Zuhören und Verstehen – für Mediziner*innen, die einen Perspektivwechsel erleben wollen, für Betroffene und für alle, die selbst nicht betroffen sind.
- Zielgruppe
- Der Vortrag richtet sich an Menschen mit Endometriose, Adenomyose oder anderen unsichtbaren chronischen Erkrankungen sowie ihr Umfeld – ausdrücklich aber auch an alle, die sich für gesellschaftlich relevante Themen, Kunst und Lesungen interessieren. Vorkenntnisse sind nicht nötig, empfohlen ab 16 Jahren.
- Sprache
- Deutsch
- Teilnahmegebühr
- Auf Spendenbasis
Referent*in
Nietze
Dokumentarfotografin & interdisziplinäre Künstlerin
Nietze, interdisziplinär arbeitende Künstlerin mit Fokus auf Dokumentarfotografie, verbindet in ihrem visuellen Vortrag mit Lesung zu ihrem Langzeitprojekt »Hidden Heroes« Fotografie und Text zu Endometriose und Adenomyose – chronisch-systemischen Erkrankungen, die unsichtbar bleiben und doch Beziehungen, Familien und Arbeitsplätze verändern. Ein Vortrag nicht nur für Betroffene, sondern für alle, die verstehen wollen, was sie bislang übersehen haben.
Copyright Foto: Cindy Dötschel-Langbein
Dienstag · 15.09.2026
18:00–21:00 Colour Identity – Farbe, Emotion und Selbstwahrnehmung
Wer bist du und was sind deine Farben? Colour Identity ist eine künstlerisch-reflektierender Workshop von Synästhetin Lanie Müller, der dazu einlädt, Farbe als subjektive Sprache und Ausdruck von Emotion zu erforschen. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich Stimmungen, Erinnerungen, Persönlichkeitsanteile oder innere Zustände über Farbe repräsentieren und ausdrücken lassen. Über experimentelle Übungen, Wahrnehmungsimpulse und freie gestalterische Prozesse entwickeln wir individuelle Farbwelten und persönliche Farbcodes. Im Mittelpunkt steht ein offener, spielerischer Umgang mit Farbe: intuitiv, assoziativ und zugleich reflektierend.
- Zielgruppe
- offen für Alle
- Sprache
- Deutsch
- Mitzubringende Materialien
- Noitzpapier & Farbstifte
- Max. Teilnehmer*innen
- 12
- Teilnahmegebühr
- 30 Euro (Spendenempfehlung)
Referent*in
Lanie Müller
Künstlerin
studierte Textilkunst und Textildesign und entwickelte während ihres Studiums eine besondere Leidenschaft für Farbgestaltung und Typografie. Seither beschäftigt sie sich intensiv mit der Korrespondenz zwischen Farben, Emotionen und Sprache. Ihre Arbeiten finden Ausdruck in Druckgrafik, Zeichnung und Prosa. Sie lebt und arbeitet als freiberufliche Gestalterin und Künstlerin in Leipzig.
Freitag · 18.09.2026
18:00–20:00 OpenCall: Deine Erfahrung als FLINTA* in der medizinischen Versorgung
Es gibt Geschichten, die selten Raum bekommen. Wir möchten zuhören.
An diesem Tag laden wir dazu ein, Erfahrungen aus der medizinischen Versorgung mit uns zu teilen – ob Geburtsbericht, Transitionserfahrung, Rassismuserfahrung oder etwas ganz anderes. Deine Geschichte, so wie du sie erzählen möchtest: geschrieben, unfertig, laut, leise, traurig, wütend, komisch. Es gibt keine Vorgabe, welche Form oder welchen Ton eine Erfahrung haben muss, um gehört zu werden.Wichtig ist uns: Niemand muss etwas vorbereiten, und niemand muss lesen, der nicht möchte. Du kannst dich vorab per Mail anmelden – oder deinen Text einfach mitbringen und vor Ort spontan entscheiden, ob du dich wohl genug fühlst, ihn zu teilen. Beide Wege sind gleich willkommen.Nach jedem Text fragt die Moderation, ob er unkommentiert stehen bleiben soll oder ob du das Gespräch darüber öffnen möchtest. Auch das entscheidest du – vor Ort, in dem Moment.Genauso wichtig sind die Menschen, die zuhören. Ein Raum ohne Tabus entsteht nur gemeinsam – durch die, die sprechen, und die, die aushalten und zuhören. Deshalb sind auch alle eingeladen, die nichts vortragen, sondern einfach da sein möchten.Aus den geteilten Erfahrungen entsteht an diesem Tag eine Sammlung unterschiedlicher Perspektiven auf FLINTA*-Gesundheit im medizinischen System – vielstimmig, ungefiltert und ernst genommen.
Anmeldung
Vorab per Mail an opencall@kollektiv-zwischenraeume.de – oder spontan vor Ort am 18.09.
- Zielgruppe
- Offen für alle FLINTA* Personen mit eigenen Erfahrungen in der medizinischen Versorgung sowie alle, die zuhören möchten. Keine Vorkenntnisse nötig.
- Sprache
- Deutsch und Englisch
- Teilnahmegebühr
- konstenlos
Referent*in
Luisa Zahn
Luisa Zahn ist Autorin, Lyrikerin, Moderatorin und Kulturschaffende mit einem Schwerpunkt auf feministische, queere und gesellschaftskritische Texte.
Copyright Foto: d.nietze-fotografie
Moderation
Luisa Zahn
Samstag · 19.09.2026
12:00–13:30 Beckenboden in Harmonie – wie Physiotherapie dir helfen kann
Endometriose und Adenomyose sind mehr als nur Unterleibsschmerz – sie prägen den gesamten Alltag.In diesem Workshop zeigt dir Izabela Sauerbier physiotherapeutische Wege zur nachhaltigen Schmerzlinderung und spürbaren Entlastung. Chronische Schmerzen führen bei vielen Betroffenen zu einer unbewussten, dauerhaften Schutzspannung im Körper. Diese typische Dauerspannung im Becken verstärkt Schmerzimpulse zusätzlich und erschwert das Loslassen.In diesem Spezial-Workshop zeige ich dir aus physiotherapeutischer Sicht, wie du diesen Kreislauf sanft durchbrechen kannst. Im Fokus steht keine klassische Kräftigung, sondern spürbare Entlastung und nachhaltige Schmerzlinderung.
Mit wissenschaftlich fundierten Methoden aus der Manuellen Therapie und gezielter Faszienarbeit widmen wir uns den verklebten Strukturen rund um Becken und Hüfte. Durch sanfte Faszientechniken, bewusste Entspannung und eine tiefgreifende Atemschulung lernst du, dem Nervensystem Sicherheit zu schenken und dem Gewebe wieder Raum zu geben.Die Physiotherapie bietet dir hier wertvolle Werkzeuge zur Selbsthilfe, um dem eigenen Körper wieder mit Vertrauen und Leichtigkeit zu begegnen.
- Zielgruppe
- Menschen mit Endometriose, Adenomyose oder chronischen Beckenschmerzen, die ihren Beckenboden besser verstehen und Entlastung finden möchten
- Sprache
- Deutsch, bei Bedarf Englisch und Polnisch
- Max. Teilnehmer*innen
- 12
- Teilnahmegebühr
- kostenlos
Referent*in
Izabela Sauerbier, Physiotherapie Körperarbeit
Physiotherapeutin
Physiotherapeutin mit über 15 Jahren Erfahrung, spezialisiert auf Manuelle Therapie und Beckenboden-Therapie.
Sonntag · 20.09.2026
16:00–16:30 Performance: Ich spüre jeden Schritt
Die Sorge vor sozialem Abstieg und Zukunftsängsten führen zu einer zunehmenden Vereinzelung: wie kann gemeinsamer Zusammenhalt entstehen? Beim gemeinsamen Ausruhen können wir füreinander da sein. Dies geschieht oft im privaten und wird von FLINTA*-Personen organisiert. Gleichzeitig kann ein schlechter Gesundheitszustand das Ausruhen zur rastlosen Zeit machen. Wie kann ich mich ausruhen, wenn eine Wolke von Diagnosen, Schmerzen und Nachrichten die Zukunft bestimmen will?
Bei der Performance wird das Ausruhen sichtbar und erfahrbar. Nora und Anka erforschen die Balance zwischen der Offenheit, dass zu akzeptieren, was ist und in Momenten des Ausruhens Aktivität zu finden. Ganz praktisch und an der Schnittstelle von dir, mir und der Umwelt wird es gemeinsam widerständig, warm, herzlich und wohltuend.
Referent*in
Nora und Anka – Performance Kunst
Nora und Anka sind zwei Freund:innen, die sich unterstützen und gerne gemeinsam Spaß haben und genießen. Sie teilen auch Erfahrungen von chronischen Schmerzen und dem Umgang damit. Künstlerische Praxis entsteht aus aufrichtigen Gesprächen, genug Anlässen zum Lachen und Ausprobieren.
Copyright Foto: Nils Andersch
Dienstag · 22.09.2026
19:00–20:00 Endoyoga® – Ankommen, spüren und verbinden
Endoyoga® ist ein ganzheitliches Yogakonzept nach Nina Pabst, das speziell für Menschen mit Endometriose, Adenomyose sowie Menstruations- und Zyklusbeschwerden entwickelt wurde. Die Praxis verbindet Hatha- und Yin-Yoga, Atemarbeit, sanfte Faszienarbeit, Entspannung und achtsame Körperwahrnehmung.Im Mittelpunkt steht die Verbindung zum Becken und zum eigenen Schoßraum. Durch sanfte Dehnungen, bewusste Atmung und gezielte Entspannung können Verspannungen gelöst, das Körperbewusstsein gestärkt und Regeneration unterstützt werden. Dabei geht es nicht um Leistung oder Perfektion, sondern darum, den eigenen Körper wahrzunehmen und ihm mit Mitgefühl zu begegnen. Als Ergotherapeutin unterrichtet Melissa mit einem besonders achtsamen und körpergerechten Blick. Ihr Leitsatz lautet: Nicht du musst dich der Asana anpassen, die Asana darf sich deinem Körper anpassen.
Diese Schnupperstunde findet auf Spendenbasis statt und lädt dich ein, Endoyoga® kennenzulernen, unabhängig davon, ob du bereits Yogaerfahrung hast oder zum ersten Mal auf der Matte stehst. Ein geschützter Raum zum Ankommen, Spüren und Krafttanken.Für alle Level geeignet.
( bitte 15 Minuten vorher da sein zum Ankommen )
- Zielgruppe
- Speziell für Menschen mit Endometriose, Adenomyose sowie Menstruations- und Zyklusbeschwerden. Komm so, wie du bist.
- Sprache
- deutsch
- Mitzubringende Materialien
- Yoga-Matte / Tuch oder Decke für Shavasana
- Max. Teilnehmer*innen
- 12
- Teilnahmegebühr
- 10 Euro
Referent*in
Melissa – Endoyoga®-Lehrerin
Ergotherapeutin, Hatha Yogalehrerin und zertifizierte Endoyoga®-Lehrerin
Melissa ist Ergotherapeutin, Hatha-Yogalehrerin (200h) und zertifizierte Endoyoga®-Lehrerin. Seit ihrer eigenen Endometriose-Diagnose im Jahr 2022 beschäftigt sie sich intensiv mit Körperbewusstsein und ganzheitlicher Gesundheit. Aus dieser persönlichen Erfahrung entwickelte sich ihre Leidenschaft für Endoyoga® und die achtsame Arbeit mit dem Schoßraum.
Copyright Foto:Michelle Leberidou
Samstag · 26.09.2026
16:00–16:40 Wissen, Widerstand, Selbstbestimmung – die Geschichte der Frauengesundheitsbewegung
Seit den frühen 1970er Jahren stellte die Frauengesundheitsbewegung die patriarchalen Grundlagen von Medizin und Gesundheitsversorgung radikal infrage. Aus den Kämpfen gegen den § 218, aus feministischen Selbsthilfegruppen und neu gegründeten Frauengesundheitszentren entstand eine Bewegung, die den weiblichen Körper nicht länger als Objekt ärztlicher Deutung und Kontrolle akzeptierte. Ihr Anspruch war revolutionär: Frauen sollten sich Wissen über ihren eigenen Körper aneignen, medizinische Entscheidungen selbstbestimmt treffen und die Definitionsmacht von Ärzteschaft, Pharmaindustrie und staatlichen Institutionen aufbrechen. Publikationen wie das „Frauenhandbuch“, „Hexengeflüster“ und die Zeitschrift „Clio“ schufen dafür eine eigenständige feministische Öffentlichkeit. Der Vortrag von Dr. Jessica Bock zeichnet die Akteurinnen, Themen und Netzwerke dieser Bewegung nach und zeigt, wie sie die medizinische Wissenskultur nachhaltig veränderte – und damit wichtige Voraussetzungen für heutige Debatten um Gendermedizin, reproduktive Rechte und körperliche Selbstbestimmung schuf.
- Sprache
- deutsch
Referent*in
Dr. Jessica Bock – Historikerin
Historikerin
Jessica Bock ist promovierte Historikerin mit den Schwerpunkten Frauen- und Geschlechtergeschichte der DDR und Transformation sowie Neue Frauen-/Lesbenbewegungen in Ost- und Westdeutschland. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Digitalen Deutschen Frauenarchiv.
Copyright Foto: Marlen Schindler
18:00–19:00 Zwischen Freiheit und Verlust, zwischen Leben und Kampf
Keine*r von uns wäre hier, ohne durch den Körper einer Frau, eines FLINTA*-Körpers, ins Leben gebracht worden zu sein. FLINTA*Gesundheit heißt deshalb auch: die Betrachtung des Lebens an sich.Zur Finissage von »Zwischenräume« liest Luisa Zahn Texte, die aus genau dieser Betrachtung entstehen. Texte über chronische Depression, über das Muttersein in Therapie, über Gewalterfahrungen – und über die Verurteilung, die sie sich selbst lange auferlegt hat, als hätte sie sich das alles selbst ausgesucht.Es sind Worte, die einer doppelten Benachteiligung begegnen: der strukturellen und wirtschaftlichen – und jener, die eine ganze Gesellschaft erschafft, wenn sie FLINTA* in Krankheit und Bedürftigkeit treibt. Trauma ist kein Zufall. Gewalt ist kein Zufall. Und Betroffene brauchen Raum ohne Tabus.„Ich spreche, damit andere hinter mir auch sprechen können.“Zwischen Freiheit und Verlust, zwischen Leben und Kämpfen bewegt sich diese Lesung – hin zu einem Sprechen, das Scham wegräumt, Stück für Stück. Es geht um Unterdrückung und Leid. Aber genauso um Widerstand, Zusammenhalt und das Ende des Schweigens.
- Sprache
- deutsch
Referent*in
Luisa Zahn
Luisa Zahn ist Autorin, Lyrikerin, Moderatorin und Kulturschaffende mit einem Schwerpunkt auf feministische, queere und gesellschaftskritische Texte.
Copyright Foto: d.nietze-fotografie
19:00–19:30 Sound Performance: Fragmentarium zur Charakteristik eines Materials im Transport
Material ist geladen und sprachfähig – und es ist flüchtig.
Hallo Wolke, ich suche eine Ablagerung, denn Klang entsteht in Räumen, deren Begrenzungen reflektieren und Phänomene verursachen können.
Die Ausstellung klingt mit einer ca. 30 min Sound Performance, in der Körper, Erinnerungsstücke und Materialitäten als Speicherformate, Erzählpotenziale und Rhythmen exploriert werden, aus. Über Sprache und Klang bringt Laura Wiemers sich und ihre beiden in der Ausstellung befindlichen Skulpturen Zirkulationsbereich I und Zum Schwingungsvermögen einer Sache in einen Dialog. Körperinterne und Körperexterne Vorgänge werden kartografiert und sie lädt ein, Schichten übereinander rieseln zu lassen, wieder zu verwirbeln und einen Zirkulationsbereich zu öffnen, in dem in einer Wolke des Prozesshaften Pfade geknüpft und Assoziationen zum Umgang mit einem unwegsamen Terrains verzahnt werden können.
Während ich laufe, trägt mich der Boden, weil er eine Masse ist und ich eine Masse bin. Dinge bewegen sich, ich bewege mich und manchmal treffen wir uns dabei. Dann schwingen wir einen Moment miteinander und anschließend werde ich mir immer wieder aufs Neue vornehmen, einen Lexikoneintrag zum Wort Einklang zu definieren.
Auf einen kaskadischen Nachhall!
Referent*in
Laura Wiemers
Künstlerin
Laura Wiemers (*1997, Paderborn) lebt und arbeitet in Leipzig und navigiert mit einem materialfokussierten und poetischen Ansatz durch Ambiguitäten und Bedeutungskonstrukte. Sie beschäftigt sich mit Zeitlichkeit und arbeitet mit dem Erzählpotential von Gegenständen und Materialien, die nah am Menschen zu finden sind. Über einen prozesshaften Zugang werden Verarbeitungsverfahren entwickelt, die ein unübliches und tiefes Inkontakttreten beabsichtigen. In ihren installativen, multimedialen Arbeiten nutzt sie Zeichnung, Objekt, Sprache, Sound, Licht, Video und Bewegung und aktiviert eine frei assoziative, multisensorische und körperorientierte Wahrnehmung.
Copyright Foto: d.nietze-fotografie